1.2. Die Rotormontage

Die Montage des Rotors ist relativ einfach, jedoch sollten an sämtlichen Teilen vor der Montage Grate entfernt und die Teile, insbesondere an den Kontaktflächen, sehr sorgfältig gereinigt werden. Da es sich bei der Turbine um ein relativ hoch drehendes Instrument handelt, sollten Nachbauversuche nur aufgenommen werden wenn die Einhaltung von Rundlauf-Toleranzen im Bereich von 0,01 mm und ein Auswuchten vor der Inbetriebnahme möglich ist. (Sonst macht das Ergebnis nur wenig Freude.)
1.2.1
Nach der Reinigung aller Teile beginnt die Montage damit, daß die rechte Abdeckscheibe auf die Rotorwelle gesteckt wird, in der sich die Mitnehmerstifte befinden.
Die Abdeckscheibe besitzt die gleiche Innengeometrie wie die Rotorscheibe und Bohrungen zur Aufnahme der Haltestifte für die Distanzstücke.
1.2.2 - Anschließend wird die rechte Ringmutter montiert und angezogen. Die Sicherungsschrauben / -stifte, (siehe 1.2.7 auf dieser Seite),. können zu diesem Zeitpunkt auf dieser Seite bereits montiert werden. (Dieser Sicherungsmechanismus verhindert, daß sich die Ringmutter im Betrieb lösen kann).
1.2.3 - Anschließend werden die 6 Haltestifte für die Distanzstücke in die rechte Abdeckscheibe eingesetzt und drei Distanzstücke auf diese Stifte aufgeschoben.
1.2.4 - Nun folgt eine Rotorscheibe auf die weitere drei Distanzstücke aufgesetzt werden.
1.2.5 - Der Vorgang, aufsetzen von Rotorscheibe und Distanzstücken, wird abwechselnd so lange wiederholt, bis das Rotorscheibenpaket komplett auf der Rotorwelle sitzt.
1.2.6 - Anschließend wird die linke Abdeckscheibe aufgesetzt, die in der Dimensionierung einem Spiegelbild der rechten Abdeckscheibe entspricht.
1.2.7 - Bei der Montage der Ringmutter spannt diese die Rotorscheiben und die Distanzstücke zwischen den Abdeckscheiben ein. Die Ringmutter sollte nicht zu fest angezogen werden um Deformationen der Rotorscheiben durch den Druck der Distanzstücke zu vermeiden. Anschließend werden die Sicherungsschrauben montiert, die durch die Ringmutter hindurch in ein Sackloch in der Deckscheibe reichen. Eine einfachere Lösung ist durch die Verwendung sogenannter Federspannstifte oder Kerbstifte möglich, jedoch sind diese beiden Bauformen bei einer Demontage wesentlich schwerer zu entfernen. (Siehe auch 1.2.2 ) Zu diesem Zeitpunkt sollte das Rotorsystem statisch und dynamisch ausgewuchtet werden.
1.2.8 - Abschließend werden die Kugellager zu beiden Seiten aufgesetzt. Am einfachsten ist die Verwendung von Keramikkugellagern, da diese gegen Wasser und Dämpfe relativ unempfindlich und für hohe Drehzahlen geeignet sind. Wir haben beidseitig doppelte Kugellager gewählt. Nach der Montage der Lager empfiehlt sich eine Nachwuchtung unter Berücksichtigung der Kugellager.
1.2.9 - Die Abbildung zeigt den komplett montierten Rotor in der Draufsicht. Das Querschnittsverhältnis von Rotorscheiben zu Arbeitsraum, (Durchflußbereich), ist im gezeigten Beispiel 1:1. Durch Veränderung der Dicke von Rotorscheiben und Distanzstücken kann das Querschnittsverhältnis nahezu beliebig verändert werden.
Soviel zum Rotorsystem der Turbine. Dieses System wird in den nachfolgend gezeigten Turbinen, (teilweise modifiziert), verwendet.

Die Seite wird im Laufe der Zeit ergänzt.

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