Vorläufige Schlußbetrachtung


Abschließend noch einige Worte an Erfinder und Leute, die was Neues anfangen wollen. Wir haben die älteren Schutzrechtsanmeldungen, (Stand der Technik), geprüft und sind zu dem Schluß gekommen daß die hier dargestellte Idee sich gegen den dokumentierten Stand der Technik deutlich abhebt. Daraufhin wurden im Hinblick auf zukünftige größere Geschäfte einige Patentanmeldungen gemacht. Nachdem die Schutzrechte eingeläutet waren, haben wir uns mit verschiedenen Herstellern von Knöpfen in Verbindung gesetzt.

Merkwürdigerweise wurde keines unserer Anschreiben schriftlich beantwortet. Nachfragen einige Monate später wurden am Telefon damit beantwortet, daß die Sache in Bearbeitung sei und wir zum gegebenen Zeitpunkt eine Stellungnahme erhalten würden. Wir warten heute, (Zehn Jahre später), noch darauf. Sinnvoller wäre es gewesen, eine Produktion zu beginnen und mit dem Knopf auf den Markt zu gehen. Da jedoch die Kosten der Schutzrechte nach kurzer Zeit eine fünfstellige Größenordnung erreichten und für eine Produktion noch mal erhebliche Vorleistungen erbracht werden mußten, haben die damaligen Entscheidungsträger kalte Füße bekommen und die Sache zur Seite gelegt.

(Aus heutiger Sicht ein Musterbeispiel dafür, wie man's nicht machen sollte.)
Zusammengefaßt wurde die Sache tot-diskutiert. Spätere Versuche, über eine Projektförderung neue Arbeitsplätze zu schaffen, wurden, wenn überhaupt zur Kenntnis genommen, von den Projektträgern lediglich mit einem müden Lächeln quittiert.
(Die Leute sind offenbar nur an Großtaten interessiert und haben keine Vorstellung wieviel einige Prozent des Knopfmarktes sind).

Nach der Preisentwicklung am Markt in den letzten Jahren und dem derzeitigen Angebot in Boutiquen hätte das Ding sicher seinen Markt gefunden. Eine vernünftige Lösung ist inzwischen immer noch nicht am Markt. Möglicherweise war die Idee zum Zeitpunkt der Entstehung Ihrer Zeit zu weit voraus.

I
ch denke, das Beispiel zeigt, wie man's nicht machen soll.
(Gleichzeitig ärgere ich mich nach wie vor darüber, wenn mir ein Knopf abgeht).


Zum Schluß noch ein Satz für Faden und Nadel-Fans. Nach meiner Erfahrung ist das Knopf-Annähen eine Sache der Erfahrung. Grundsätzlich sollte der Faden eine sehr hohe Reißfestigkeit haben. (Zum Beispiel Gütermann No 40), ist fast unkaputtbar. Wenn der Knopf mit einem guten Faden zu fest angenäht ist, reißt das Gewebe aus. Also, den Knopf etwas lose, (mit Spiel), annähen und beim Verriegeln mit der Nadel mehrmals zwischen Knopf und Gewebe durch den Faden nähen, d.h. die Fäden durchstechen. Das geht auch auf der Innenseite des Gewebes, ist dann jedoch möglicherweise mit weniger schönen Erhöhungen verbunden.

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